Eine unvollständige Auflistung diverser Kinderkrankheitlichkeiten. Meine 33-seitige Broschüre zum Thema wird im kommenden Frühherbst erscheinen.
triple_double - 24. Januar, 18:28
Solange nix eigenes mehr geht, eben
Fremdarbeit.
triple_double - 24. Januar, 18:16
Man sollte niemals, niemals!, aus einer Bierlaune heraus seinen Computer aufräumen. Dann passiert es ganz fix, dass man sich komplett ausstöpselt und nur noch sporadisch bloggen kann.
Kacke.
triple_double - 24. Januar, 18:14
Das hat bisher gefehlt: Eine
Elternpartei. Der Berliner Landeselternausschuss hat die Nase voll und will jetzt selber.
Ein eigenes Programm haben die Eltern noch nicht, aber immerhin etliche ausformulierte Ideen zur Bildungspolitik. Vieles davon ist aus den Forderungskatalogen der bisherigen Parteien bekannt.Klingt nicht sonderlich viel versprechend. Schöner fand ich, warum Forsa-Chef Güllner der Elternpartei kaum Chancen gibt:
Eltern sind keine homogene Wählergruppe. Die haben auch andere Interessen.Noch mal zum unbedingtlernen: Eltern haben auch andere Interessen.
update: Die
Elternzeit hat noch mehr allgemeinen Stoff.
triple_double - 16. Januar, 22:28
Es ist Vormittag, die beiden sind frisch gebadet, die grelle Wintersonne durchflutet das Wohnzimmer. Sie tun so dies und das, laufen, krabbeln, klettern. Plötzliches Innehalten, etwas hat ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Langsam gehen sie voran, wie von einem magischen Kraftfeld angezogen. Ein kurzer Blick zurück, aber man ist sich nicht sicher. In Zeitlupe hebt sich eine Hand, der Zeigefinger leicht abgespreizt. Jetzt die zweite Hand, der zweite Zeigefinger. Sie tippen vorsichtig in die Luft, ohne erkennbaren Grund. Wieder und immer wieder, hoch konzentriert, fast auf der Stelle verharrend. Nur warum?
Der schönste Moment des Films "American Beauty" ist der, als ein Plastebeutel minutenlang durch den Wind tanzt. Ewig könnte man zusehen, ohne eigentlich genau zu wissen, warum.
Der schönste Moment unseres Sonntags war der, als sie minutenlang fast regungslos im Wohnzimmer standen und ohne erkennbaren Grund in die Luft getippt haben. Wieder und immer wieder. Ewig hätte ich zusehen können. Leider habe ich Ursache dieses Vormittags-Zaubers bald selbst entdeckt: Im grellen Sonnenlicht tanzende Staubkörnchen hatten sie zum Mitspielen animiert.
triple_double - 15. Januar, 19:35
singsangiggelesen bei
zwilobit
triple_double - 13. Januar, 19:23
Weil wir da auch mitspielen: Der Herr
Matthäus hat eine hübsche Seite gebastelt mit
Nachrichten von Mamas und Papas. Danke.
triple_double - 13. Januar, 14:56
Wer es bis jetzt noch nicht getan hat:
Lesen marschmarsch! Die etwas sensibleren nicht ohne Zellstoffbegleitung.
triple_double - 13. Januar, 09:16
Die aktuelle
Diskussion um Elterngeld und andere Vergünstigungen dauert mir zu lange. Viel zu lange schon wurde geredet und beschlossen, dass man beschließen muss, dass was beschlossen werden sollte. Das finde ich besch
lissen.
Aus einem ganz egoistischen Grund. Wenn das alles so kommt, wie
jüngst geplant, nämlich Anfang 2007 - wenn nicht noch ewig diskutiert wird -, ist es zu spät. Für uns zumindest. Wir bekommen bald das dritte und haben das große Glück, das auch ohne die jetzt angekündigten ach so tollen neuen Sachen hinzukriegen.
Für alle Werdenden freuen wir uns allerdings für den Spatz in der Hand. Besser wie als gahnix.
triple_double - 12. Januar, 21:35
Hoppela.Universalvokabel, vielseitig einsetzbar: bei Stürzen (eigenen und Fremdstürzen), bei Fürzen (eigenen und Fremdfürzen), Runterschmeißereien, geschwisterlichen Kloppereien, beim Registrieren soeben selbst angestellter Dummheiten (wunderschön harmonierend übrigens mit dem klassischen Tele-Tubbie-"Ohohhh"), und natürlich, wenn Mapa schimpfen tun. Hoppela.
triple_double - 12. Januar, 09:21
Zwilobit hat vielleicht
gemopst vergessen, zu bezahlen. Wir dagegen nicht.
Nicht direkt.
Bei einem Einkauf zeigte sich der kleine Einkaufsberater übermäßig interessiert an einem noch neu zu erwerbenden plüschigen Tier. Dieses wurde einer eingehenden Voruntersuchung unterzogen, alsbald jedoch aufgrund anderer Reize beiseite gelegt.
Dieses Beiseitelegen erfolgte, nun ja, recht gewitzt. Wir sahen nix, die Kassiererin sah nix, der Einkaufsberater gab vor, nix zu sehen, und dann ...
Wahrscheinlich freuten wir uns schon irgendwie, denke ich.
triple_double - 11. Januar, 17:14
Erst wenn der letzte Baustein verschwunden, das letzte Plüschtier versteckt, das letzte Kinderbuch aussortiert und dem letzten Jodelkrachlautdingens die Batterien entnommen - erst dann werden sie erkennen, dass man sein Spielzeug auch hin und wieder mal selbst aufräumen muss.
*Seufz*
triple_double - 10. Januar, 18:16
Singlemama empfiehlt:
warndreieckig
triple_double - 9. Januar, 15:34
triple_double - 9. Januar, 09:53
Ein alter Freund ruft an. Auch er bald Vater, allerdings zum ersten Mal. Wir telefonieren zwei, drei Mal im Jahr, dann aber gleich eine Stunde lang. Und ich rede auch gerne über Kinder und das Kriegen derselben und alles was so dazu gehört und wie man sich fühlt und andere sich fühlen und hü und hott.
Aber nicht eine Stunde lang.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Bestimmtes hat man schon zwanzig Mal berichtet, muss dann nicht mehr sein. Und die Welt dreht sich ja auch weiter. Wirklich. Nun sind wir Freunde. Aber manchmal habe ich das Gefühl, wenn mir auf der Straße ein Papa mit dem Kinderwagen entgegenkommt, blinzelt er mich verstohlen an, als gehörten wir zur selben Sekte.
Nun, das Telefongespräch dauerte an, ich drängte zu kinderfremden Themen, doch ich hatte keine Chance. Siebter Monat, und wie groß und wie schwer und kurze Nächte gehabt, wa? Früher gab es Wirtschaft in unseren Gesprächen, Liebe, Geschichte, Sport, Sex. Heute gab es nur das Kind.
Ich habe ihn ja verstehen können.
triple_double - 8. Januar, 22:24
Nummer drei rumpelt und pumpelt. Sagt sie. Als Handauflegerspezialist finde ich: Geht so. Aber schön. Wie überhaupt alles. Zweimal neun Monate sind prima: Es gibt ein erstes Mal (neu! aufregend! prägend!) und ein letztes (sicher! aufregend! genüsslich!) Mal.
Sagt sie.
triple_double - 8. Januar, 00:17
Auf dem Elektro-Wecker prangte eine "4" vor dem Komma, die Laune war schlecht, die Frisur ruiniert. Aber das Kind schrie.
Wir hatten ausgemacht, vor 5 Uhr keine kindlichen Anfragen zu bearbeiten, schon aus Prinzip nicht. Doch das Kind schrie.
Wir wechselten uns ab. Zogen alle Register, wurden dabei immer wacher, liefen zu Hochform auf. Und das Kind schrie.
Wir lagen nebeneinander, sahen uns an; und ohne ein einziges Wort gewechselt zu haben betteten wir uns zur letzten halben Schlafstunde vor dem dräuenden Arbeitstag. Nach einer halben Minute hörte das Kind auf zu schreien.
Wir vermuten, es hat irgendwie gespürt, wie entschlossen (und todmüde) seine Eltern geworden waren.
Und dann hat es Mitleid bekommen.
triple_double - 4. Januar, 19:03
Darf ich vorstellen: Unser
Helmut heißt Gelbling, ist knautschbar, waschbar und wegen permanten Verlierens in drei nahezu identischen Versionen im Haushalt verstreut.
Ein Bild gibt es leider nicht. Würde das hier entdeckt, gäbe es einen funktionsfähigen Bildschirm weniger und ein gar fürchterlich unglückliches Kleinkind mehr auf dieser Welt.
triple_double - 3. Januar, 18:40
Dann werden wir eben Tagespapas.Dieses an sich wahnwitzige Vorhaben war die Quintessenz eines längeren Gespräches mit meinem Schwägerlein, als wir drei lange Vormittagsstunden (also denen, wo der gemeine Mensch am fittesten, ausgeschlafensten, bewegungsfreudigsten und akustisch deutlichsten ist) mit drei jungen Frauen verbrachten.
Sehr jungen Frauen.
Diese Aufgabe von wahrhaft odysseus'schen Ausmaßen bewältigten wir in abgeklärter, souveräner Manier. So blieb nebenbei Zeit, um sich nach traditioneller Schwagerart über die berufliche Zukunft zu unterhalten. Und also beschlossen wir, falls unsere eigentliche Berufung bald in allzu brotlose Künstelei ausarten würde, doch fix die Branche zu wechseln und Fremd-Bälger zu befehligen. In abgeklärter, souveräner Manier.
Schon bald waren wir Feuer und Flamme, das Geschäftskonzept stand, die Visitenkarten entworfen, die Arbeitsteilung verhandelt. Eine junge Dame allerdings fand das langweilig. Sie biss der anderen in die Hand, flüchtete, schmiss den Topf mit dem Mittag um und sich danach vom Sofa. Da waren sie wieder, unsere drei Probleme.
Von unserer Idee haben wir seitdem mit niemandem mehr gesprochen.
triple_double - 2. Januar, 23:14
Nahne!Gemeint ist hier - bei nachdrücklicher Betonung auf der zweiten Silbe - ein Haps der gelben, krummen Südfrucht augenblicklich in den Mund zu bekommen. Und wehe, wenn nicht!
Haue!
triple_double - 1. Januar, 21:36
Die moderne Karrieremutter Ursula von der Leyen ist für die Union eine Frontfrau a la Potemkin. Wie die Partei familienpolitisch tickt, erfährt man in der zweiten Reihe.Die
Elternzeit nennt Thüringens "Familienoffensive" eine "Beschaffungsmaßnahme für Heimarbeit" und kritisiert sie als "wenig titelverdächtig". Kein Wunder: Die Idee, den Kindergarten qua Gesetz als Erzieher zurückzudrängen, ist nicht sonderlich klug. Erziehungsgeld ist doch kein Gehalt für Eltern, das nach der aufgebrachten Erziehungszeit zu staffeln ist, sondern der Versuch einer Abfederung der durch die Kinderbetreuung entstehenden finanziellen Einbußen. Und die haben - ob nun Fremdbetreuung oder nicht - nun mal alle Eltern.
triple_double - 1. Januar, 15:09
Wie kann man ein fiebriges Kind dazu bringen, einem zu glauben, dass so ein handelsübliches Thermometer kein bös Ding ist? Vielleicht hätte ich einfach nur die softe Variante im Mund oder den Höhlen der Achsel wählen sollen und nicht Variante drei.
Immerhin klappt das mit dem Hustensaft hervorragend, offenbar hat die Gesundheitsindustrie dort Fortschritte gemacht, unsereins schüttelte es nach dem Genuss einiger Milliliter noch vehement.
Tropfen jeglicher Art gehen dagegen genauso wenig wie Zäpfchen oder bunte Tabletten. Diese Abneigung, so las ich jüngst, könnte sich allerdings in einigen Jahren in eine innige Liebschaft verwandeln.
Gesundheit!
triple_double - 30. Dezember, 13:39
Neu auf Platz 1: Hoppe, hoppe, heiter.
triple_double - 30. Dezember, 10:24